Katastrophenhunde (Redog) - Foxmead

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Katastrophenhunde (Redog)

Ausbildung

REDOG Ausbildung Katastrophenhunde

Vielseitige und anspruchsvolle Ausbildung von Katastrophenhundeteams
Katastrophenhunde lernen, in anspruchsvollsten Trümmerlagen,trotz Ablenkung durch vielfältige Gerüche, durch Lärm, Menschen oder Esswaren, selbständig und ausdauernd nach Verschütteten zu suchen und sie durch Bellen und Scharren anzuzeigen. Um auf den Einsatz vorbereitet zu sein, werden Hund und Hundeführer bei REDOG sorgfältig und nach fortschrittlichen Methoden ausgebildet. Die Schulung wird stufengerecht und zielorientiert gestaltet und die praktische Ausbildung wird durch die kontinuierliche Vermittlung von theoretischem Wissen ergänzt. Im Zentrum der Ausbildung steht die Sucharbeit, die unter verschiedensten Bedingungen geübt wird (auf unterschiedlichen Geländen und Materialien, bei Nacht, unter Ablenkung etc.). Der Hundeführer lernt, seinen Hund geschickt zu führen, zu beobachten und in schwierigen Situationen zu unterstützen. Eine ausgewogene Teamarbeit und das gegenseitige Vertrauen von Hund und Hundeführer sind Basis für jeden Erfolg im Einsatz.

Langer Ausbildungsweg
Der Weg bis zur Einsatzfähigkeit ist lang und erfordert viel persönliches Engagement des Hundeführers. Absolviert wird die Ausbildung in einer der zwölf Regionalgruppen von REDOG. Die Grundausbildung eines Katastrophenhundes beginnt häufig bereits im Welpen
-oder Junghundealter. In spielerischer Manier lernt der Hund
–zunächst in ebenem Gelände und auf Sicht einfach versteckte Personen zu suchen und durch Bellen anzuzeigen. Diese Sucharbeit wird später ins Trümmergelände übertragen und
fortschreitend schwieriger gestaltet (mehr Figuranten, grösserer Suchbereich, zunehmende Ablenkung), bis der Hund fähig ist, geringste Mengen menschlicher Witterung aus anderen Gerüchen herauszufiltern und zuverlässig anzuzeigen. Damit Hunde lernen, sich in schwierigen Trümmern ruhig und sicher zu bewegen, werden sie schon früh in einem
speziellen Parcourstraining mit instabilen, lärmenden oder unangenehmen Materialien konfrontiert. Auch die Führigkeit wird in separaten Übungen geschult, denn im Einsatz muss sich der einsatzfähige Katastrophenhund jederzeit auf Distanz vom Hundeführer
führen lassen können dies nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen.

Der Einsatztest

Nach rund 3 bis 4 Jahren intensiver Ausbildung und dem erfolgreichen Absolvieren mehrerer Prüfungen und Eignungstests (Leistungskontrollen), kann ein Team schliesslich zum zweitägigen gesamtschweizerischen Einsatztest zugelassen werden, der abschliessend über dessen Einsatzfähigkeit entscheidet. Am Einsatztest muss jedes Team an beiden Tagen je 5 aufeinander folgende 20minütige Sucharbeiten
und in der dazwischenliegenden Nacht eine Nachtsuche à 20 Minuten absolvieren. Ausserdem wird der Hundeführer in 1. Hilfe Mensch und 1. Hilfe Hund geprüft. Jederzeit bereit für den Einsatz ein Hundeleben lang.

Der bestandene Einsatztest und die damit verbundenen Erlangung der Einsatzfähigkeit und Aufnahme auf die sogenannte Einsatzliste ist keine Legitimation sich auf den erworbenen Lorbeeren auszuruhen. Im Gegenteil: um jederzeit für den Einsatz bereit zu sein, müssen die einsatzfähigen KH-Teams regelmässig an zusätzlichen Spezialtrainings und Einsatzübungen teilnehmen. Nur so können sie ausreichend Erfahrung und Routine für einen späteren Einsatz sammeln. Ausserdem sind sie verpflichtet, jedes Jahr eine offizielle Leistungskontrolle zu absolvieren und nach 3 Jahren den Einsatztest zu wiederholen. Solange der einsatzfähige Katastrophenhund gesund und agil ist und die vorgenannten
Bedingungen erfüllt, kann er bis ins hohe Alter seinen Dienst versehen.


REDOG Katastrophenhunde (KH) sind dazu aus gebildet, unter Trümmern oder Geröll verschüttete
Personen zu lokalisieren und dem Hundeführer (HF) durch Bellen und Verharren anzuzeigen.
Mit seinem ausgezeichneten Riechvermögen ist der ausgebildete Katastrophenhund auch heute noch das zuverlässigste Ortungsmittel und allen anderen Suchmethoden im Trümmerfeld überlegen.
REDOG verfügt über zwischen 40 und 50 einsatzfähige KH-Teams (Hunde und Hundeführer) und rund 20 Equipenleiter.

Einsatzgebiete

Eingesetzt werden können Katastrophenhunde immer dann, wenn der Verdacht besteht, dass Menschen unter schwierigen Trümmerlagen verschüttet wurden, also beispielsweise nach:
Gebäudeeinsturz
Erdbeben
Explosion
Berg- und Felssturz

Equipenarbeit

REDOG arbeitet in sogenannten Equipen, die aus jeweils 3 KH-Teams und je einem Equipenleiter bestehen. Der Equipenleiter ist verantwortlich für den Einsatz und die Koordination der Sucharbeiten der KH-Teams. Er ist auch Ansprechpartner für andere an der Katastrophenhilfe beteiligte Organisationen und arbeitet eng mit den anderen Rettungskräften zusammen.

Alarmierung

REDOG Katastrophenhunde können in der Schweiz jederzeit über folgende Telefonnummern aufgeboten werden:
REDOG Alarmzentrale: 0844 441 144
Elias Kalt, REDOG Chef Einsatz KH:
Tel. 079 332 38 73
Andreas Enzler, REDOG Stv. Chef Einsatz KH:
Tel. 079 611 07 04
Um den Einsatz optimal zu planen, benötigen wir idealerweise folgende Informationen:
Unglücksursache, Situationsbeschrieb
Anzahl vermisste Personen
Grösse des Schadenplatzes und der
Trümmerlage
Gefahrensituation
Verantwortliche Person auf Platz
Im Katastrophenfall zählt jede Minute! Das Überleben der verschütteten Personen hängt darum auch vom frühzeitigen Aufgebot und Einsatz der Katastrophenhunde ab.

Zuverlässig, erfahren und kompetent – eine Erfolgsgeschichte

REDOG bildet als einzige Organisation in der Schweiz seit 1971 systematisch Katastrophenhunde aus und hat seither bei Einsätzen im In- und Ausland über 100 Menschenleben retten und Hunderte von Toten orten können. REDOG ist Mitglied der Rettungskette Schweiz, welche durch die Humanitäre Hilfe der DEZA/EDA koordiniert wird.

 
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